Abenteuerzelt:
Ein Wohnzelt der alten Generation mit losem
Boden, wenn das Wasser wirklich mal auf dem Platz steht, müssen wie früher
Gräben ums Zelt gezogen werden. Sind aber ziemlich unverwüstlich und
auch wasserdicht, wenn man den Trick mit dem Wassergraben kennt. Wir besitzen
noch 3 dieser Zelte. Mittlerweile sind Kingzelte
Standard. |
Besuchertag: An diesem Tag dürfen uns die Eltern besuchen. Es gibt Chili, Spezi statt Zitronentee, die Eltern bringen Salat und Kuchen mit. Der kulinarische Höhepunkt und bei schönem Wetter ein sehr gemütlicher Nachmittag. |
Blechklos: Schon seit
Ewigkeiten ist der Donnerbalken von *echten* Toiletten abgelöst, eine Baufirma
hat uns ihre alten Wellblechtoiletten überlassen, in denen die berühmten
Sch****eimer stehen, deren Inhalt natürlich umweltgerecht entsorgt wird. |
Dienste: Die Mitfahrer
müssen im Zeltlager mit anpacken und jeden der Dienste einmal im Zeltlager
erledigen: Frühstücks-, Mittags- und Abenddienst = Mithelfen beim Kochen,
Abspüldienst, ZBV und Holzdienst. |
Feuerzelt = Jurte. |
Glocke: eine kleine Schiffsglocke,
mit der untertags alle Mitfahrer zum Essen oder zu Spielen zusammengerufen werden
und mit der die Nachtwache beim Überfall Alarm läutet. |
Jurte: Eine Rundzelt
- Eigenkonstruktion auf Basis von Kohtenblättern mit gegen Regen abdeckbarem
Rauchabzug. Hier gibts: 2 Feuerstellen, Stühle, Holzstösse, Liederbücher...
Ein Mittelpunkt des Lagerlebens, zum Kochen bei Regen, schattiges Plätzchen
wenns zu heiß wird, die Nachtwache sitzt hier bei heißem Tee am Lagerfeuer,
abends wird gesungen was das Zeug hält. Im Gegensatz zu Pfadfinderjurten
besitzt unsere eine zerlegbare Mittelstange aus Eisen, die mit Drahtseilen abgespannt
wird. |
Kingzelt: Ein Wohnzelt mit angenähtem Boden, komfortabel, da Nässe und Ungeziefer draussenbleiben; heißt Kingzelt, weil in den ersten Zelten dieses Typs 1989 die Verantwortlichen (= Kings) geschlafen haben. Sind mittlerweile Standard und werden daher kaum noch so genannt, siehe auch Abenteuerzelt. Wir besitzen mittlerweile 13 Zelte dieses Typs. |
Küchenzelt:
Ein ziemlich großes Hauszelt, in dem
- Alle Vorbereitungen fürs Essen getroffen werden (gekocht wird ja am Feuer,
das je nach Wetter in der Jurte oder draussen entfacht wird.
- Das gesamte Küchengeschirr gelagert wird
- Sich die Verantwortlichen für die Verantwortlichenrunde und auch sonst
treffen.
- Hier darf kein Mitfahrer ohne Erlaubnis rein.
Das Küchenzelt leistet uns seit 1990 sehr gute Dienste, wenn auch schon seit
1991 in leicht verbogener Form, da damals im Sturm das THW - Zelt draufgefallen
ist. Seit einigen Jahren benutzen wir ein separates Vorratszelt,
das direkt an den Hintereingang des Küchenzelts anschließt und über
dieses betreten wird. Diese Kombination ist als "Küchenbunker"
mittlerweile legendär und bestens bewährt. |
Nachtwache: Die
ganze Nacht hindurch hält immer mindestens ein Verantwortlicher mit freiwilligen
Mitfahrern Wache. Schichteinteilung und Besetztung sind natürlich streng
geheim ;-))) Aufgabe: Am Lagerfeuer heißen Tee trinken und warten, beim
Überfall das Lager alarmieren und den Wimpel
gegen die Wimpelklauer verteidigen. |
Pfeife: eine echte Bundesliga
- Trillerpfeife, die der Tagesverantwortliche an der grünen Schnur umhängen
hat, mit der er sich ausweist und Gehör verschafft. |
Quarkschlacht:
Am letzten Tag gibt es Quark, allerdings in einem Topf, auf den alle auf Kommando
loslaufen. Trotz aller Versuche lassen sich kleine "Schlachten" bei
diesem Szenario nicht vermeiden. |
Sänfte: Das
beste Stück unserer Zeltlagerküche: ein unverwüstlicher quadratischer
Topf mit einer Seitenlänge von knapp einem Meter und einem Fassungsvermögen
von weit über 200 Liter, der
- mit 4 höhenverstellbaren Füßen direkt über die Feuerstelle
gestellt wird
- mit 2 herausnehmbaren Tragestangen von 2 oder 4 Leuten auch voll gut transportiert
werden kann.
- einen Deckel mit 4 Griffen hat.
Nudelwasser abgießen ist damit auch bei 10 kg Spagetti in 80 Liter Wasser
kein Probem. Wurde Mitte der 80er von der Fa.Flunk für uns angefertigt. Sänfte
wohl deshalb, weil man darin auch leicht Leute herumtragen kann. |
Tagesverantwortliche(r):
ist jeden Tag ein Anderer der Verantwortlichen, der den Tagesablauf koordiniert
und der Ansprechpartner für die Mitfahrer zum Abmelden usw... ist. Ist leicht
an der Trillerpfeife zu erkennen, mit der
er sich jederzeit den nötigen Respekt verschaffen kann. |
THW-Zelt: Ein grosses
und sehr stabiles Gruppenzelt, das wir immer vom THW ausgeliehen hatten . Das
THW-Zelt dient als Aufenthaltszelt bei schlechtem Wetter, unser einziges Zelt
in das zur Not alle Mitfahrer auf einmal passen, z.B. zum Essen. 2000 musterte
das THW die Zelthaut aus, wir haben sie bekommen und ein eigenes Gestänge
gekauft (ähnlich Stromeyer Camp). |
Vorratszelt: Ein
Hauszelt als Anbau ans Küchenzelt,
in dem die Essensvorräte gelagert werden. Ausserdem gibts hier Pflaster und
Salben für kleinere Verletzungen. Bis 2000 in Form einer Leihgabe der Familie
Nadler, 2001 haben wir ein neues gekauft (Stromeyer Bahama). |
Wachturm: 2000
waren wir anscheinend zuviel Verantwortliche, jedenfalls hatten wir genug Zeit
und Muße diesen fabelhaften "Wachturm" zu bauen, der dann aber
mehr am Tag als in der Nacht genutzt wurde. |
Wimpel: Kleine Fahnen,
die am Wimpelmast in einigen Metern Höhe unser Lager repräsentieren,
der Fuchswimpel ist ein sehr alter Wimpel einer Jugendgruppe, der Ministrantenwimpel
und ein Wimpel zum aktuellen Lager mit der Unterschrift jedes Mitfahrers. |
Wimpelklauer: Gruppen
von meist befreundeten Jugendlichen, die uns in der Nacht "überfallen",
um uns die Wimpel mit verschiedenen Methoden
zu klauen. Die Nachtwache versucht sie
daran zu hindern und alarmiert beim Überfall das ganze Zeltlager. |
Wohnzelt: Wir schlafen
in doppelwandigen Baumwollzelten, meist mit festem Boden (siehe Kingzelt
& Abenteuerzelt). Vorteile: Atmungsaktiv
- kein Kondenswasser - gut isoliert: nachts recht warm und tags kühl. Grundfläche
ist 2,50m x 4,00m, Höhe so 1,70 bis 1,90. In den Zelten sind meistens 6 Mitfahrer
untergebrachte - offiziell sind das 8-Mann-Zelte. Ein Beispiel dafür ist
das Stromeyer
Beduin. |
ZBV (= Zur Besonderen Verwendung)
Der Dienst, den niemand beim Namen nennt, manchmal auch "Sch****kratzen"
genannt. Hier gehts um das Tauschen der Eimer in den Blechklos
und um deren Reinigung. Mittlerweile wird der ZBV auch für alle anderen Arbeiten
zweckentfremdet. |
Zeltplatz: Wir fahren
immer auf recht abgelegene Wiesen, alles was wir brauchen ist ein Wald zum Holz
holen und ein Badesee den man zu Fuss erreichen kann. Gross genug für die
Zelte und zum Austoben muss er natürlich sein. Normalerweise suchen wir jedes
Jahr einen neuen Platz, teils kehren wir aber auch auf alte Plätze zurück. |
Zitronentee:
der flüssige Teil der Zeltlager - Vollpension, pro Zeltlager werden bis
zu 2000 Liter getrunken! |